Nachdem mich letztes Jahr der Thomas P. schon für das Bahnlaufen wieder angestachelt hatte, hat er es dieses Jahr schon wieder geschafft.(Obwohl er selber nicht dabei war). Mir hätte eigentlich klar sein müssen dass nicht mehr viel Power in mir sein konnte… Vatertag 10KM in Breinig bei Hitze und schwerer Strecke (51:50), Muttertag Wings for Life mit Karin 15KM bei Hitze am Anschlag. Dennoch ging ich frohen Mutes an den Start und wollte wie letztes Jahr zumindest unter 23 laufen, am Stadioneingang traf ich Simone (sie war Walken), die auf Rainer wartete, der es schon hinter sich gebracht hatte. Sein Lauf war sehr gut (zwar nicht ganz so schnell wie letztes Jahr), aber es reichte zu dem Podium Platz 3 in der Kreismeisterschaft in seiner AK. Er war in dem schnellen Lauf unter 19 Minuten gestartet und hat sich festgebissen an den anderen in guten 19:35 damit war er 17. In seinem Lauf und 5. In der gesamten M35. Mein Start war erst um 20UHR und der hatte es in sich, allein 33 Teilnehmer in diesem Lauf (was deutlich zuviel ist). Startschuß peng und los…. Aber war nicht viel los mit meinen Beinchen, der 1Kilometer war noch in den angestrebten 4:31, Kilometer 2 nur noch 4:50, dann oje war die Luft weg und raus und ich mußte sogar ein paar Meter gehen. Machte einen katastrophalen Kilometer in 5:11. Da kam auch schon die Spitze und ich wurde überrundet, das hat mich motiviert eine Runde mit denen zu laufen, half auch nichts 5:00 Kilometer 4! Boah wenigstens unter 25, lass dich nicht hängen… es reichte für 24:28 Platz 26 in meinem Lauf letzter in der M45 und 7. In der Kreismeisterschaft… Puh das muß ich erstmal verkraften, so schlecht war ich noch nie!!! Mund abputzen, Pause bis nächsten Dienstag (Training) , nicht laufen, Krone aufsetzen und beim Kitzenhauslauf greif ich spätestens wieder an!!!

Hochmotiviert traf sich unser Team am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr an der Adenauerallee, um nach Breda in den Niederlanden aufzubrechen. Dort stand an diesem Tag die Teilnahme am „Wings For Life World Run 2016“ an, einem Lauf, bei dem Sportler aus der ganzen Welt für Menschen starten, die nicht mehr laufen können und daher unserer Unterstützung bedürfen.

Mit im „Gepäck“ waren neben einem 17-köpfigen Team handgerollte Frikadellen, Powerriegel à la Achim Achilles, Möhrenmuffins, Bananenbrötchen, westfälische Schwarzbrotecken, Kaltgetränke und vieles mehr. Nach unserem Reisestart gegen 9.00 Uhr sprach daher alles für ein kulinarisch nicht zu toppendes Mannschaftsfrühstück. Auf Grund der vorzüglichen Versorgung war die Stimmung direkt ausgezeichnet, ebenso wie das Wetter, das uns den ganzen Tag treu bleiben sollte. Gerhard erzählte uns dann noch die Geschichte von der Eintagsfliege, die sich am Tag ca. siebzig Mal paart, was besonders bei unserem Präsi zu großem Erstaunen führte. Gerhard sah es hingegen ganz sportlich und setzte so Ralf, der von seiner Frau Sylvia (genannt Kathrin) begleitet wurde, schon vor dem Rennen unter Leistungsdruck. Gegen 10.30 Uhr in Breda angekommen, bezogen wir zunächst einen VIP-Parkplatz direkt am Veranstaltungsgelände, wo wir unser Basislager aufschlugen. Dort konnten wir auch Doris in Empfang nehmen, die mit dem Fahrrad vom Campingplatz angebraust kam. Nach Sichtung der „Örtlichkeiten“ machten wir uns dann auf den Weg zur Startnummernausgabe und zum ersten T-Shirt-Fitting. Nach der Anpassung der Shirts an die Proportionen der Athleten, haben wir dann die Renngarderobe angelegt und uns schon einmal zum Warm-up am Sportlertreffpunkt eingefunden. Unserer von uns eigens mitgebrachter Vereinsfotograf Danjo hat uns dann erst einmal für Gruppenfotos für das Vereinsalbum in Position gebracht. Zwischendurch wurde er allerdings von der Konkurrenz aus ähnlichen Interessen abgeworben.

Nach einer ersten Aufheizphase von 1,5 Stunden im ungetrübten Sonnenschein (Direkteinstrahlung), ging es schließlich in die Startzone zur Rennaufstellung. Nochmals eingeheizt, was bei ca. 27°C eigentlich kaum noch möglich bzw. nötig war, ging es nach dem musikalischen Einspieler „Thunder“ so richtig los. Über 3000 Läufer setzten sich in Bewegung und wurden nach ca. einem Kilometer erneut von einer Sambagruppe und zahlreichen Zuschauern angefeuert. Trotzdem wurde mir schnell klar, die Temperatur fordert ihren Tribut und auch der große Durst ließ nicht lange auf sich warten. Die erste Versorgungsstation kam erst nach 5 km und so war jeder von uns dankbar für die zahlreichen Wasserkübel der Fans am Straßenrand. Toll waren auch die mit Hilfe von Gartenschläuchen improvisierten kalten Duschen am Wegesrand. Ich kann mit Stolz verkünden, dass ich wirklich jede mitgenommen habe. Die Niederländer haben großen Einfallsreichtum bewiesen, um die Läufer zu motivieren und liebevoll voranzutreiben. Gestärkt mit Wasser (bei mir waren es fünf oder sechs Becher), Bananen und immer wieder Redbull, sofern gewünscht, haben wir alle die 5 km geknackt. Zwischen Kilometer 6,5 und 24 wurden wir alle irgendwann vom Catchercar, das uns verfolgt hat und irgendwie schneller als ursprünglich erwartet fuhr, eingefangen. Wohlverdient erfolgte danach mit Bussen der Shuttle zurück zum Veranstaltungsgelände, wo uns alle eine Medaille erwartete. Unsere insgesamt erlaufenen 208 km haben uns weltweit auf Platz 345 der Mannschaftswertung katapultiert. Das Ergebnis wäre noch viel besser gewesen, wenn unser Präsi und Kathrin wertungstechnisch erfasst worden wären. Leider gab es bei ihnen wohl technische Probleme. Oder war da doch etwas mit der Eintagsfliege …. ? Nein, beide hätten unser Ergebnis noch um 30 km optimiert. Das war schade, aber wir wussten ja, was wir geleistet haben. Aufgrund der guten Ergebnisse (unter Extrembedingungen) wurde dann auch jeder jubelnd im Bus-Basislager begrüßt, wo wir umgehend eine Parkplatzparty gestartet haben, schließlich hatten wir auch gekühltes Bier vom Präsi dabei. Die Stimmung in der Gruppe war fantastisch und wir konnten später froh nah Hause fahren, obwohl wir bei etwas gnädigeren Temperaturen sicherlich alle noch viel weiter gelaufen wären.

Insgesamt war es für uns alle ein erfüllter und schöner Sonntag in einer tollen Gemeinschaft. Ich danke nochmals allen, die den Tag organisiert und an dem guten Gelingen mitgewirkt haben. Ich habe durchgängig gespürt, dass es allen ein Anliegen war, diesen Tag zu einem besonderen Tag werden zu lassen. Das ist uns mehr als gelungen und motiviert für eine Neuauflage in 2017.

Unmittelbar nach dem Ziel Einlauf meines ersten Marathon in Viesé – Maastricht stand für mich fest das war nicht mein letzter Marathon.

Also hatte ich mich bereits im Winter mit Doris wieder zum Training verabredet. Im Januar fingen wir wieder mit den langen Einheiten an

Am Sonntag war es dann endlich soweit. Relativ entspannt ging es Sonntag früh im leichten Schneetreiben nach Düsseldorf. Da die Wetter Prognosen eher bescheiden waren, machte ich mir echt Gedanken was ich anziehen sollte. Ich entschied mich für eine ¾ Hose mit Kompression Stümpfen Lang Arm Shirt und Vereinsjacke ohne Arme, Mütze und Handschuhe.

Es wurde Pünktlich um 9:00 Uhr gestartet. Das Wetter spielte auch mit und es blieb die ganze Zeit Trocken. Ich dachte An die Lustläufer in Köln und an unsere Triathleten in Brand. Ob sie auch Glück mit dem Wetter hatten?

Im Training hatten Doris und ich uns auf ein Tempo von ca. 6:00 -6.15 min / km eingelaufen, und so wollte ich dann ca. in 4:30 Stunden ankommen. Schnell hatte ich meinen Rhythmus gefunden und lief sehr gleichmäßig, zwischen 6:05 bis 6:15 min/Km. Das Tempo konnte ich dank sehr gut zu laufender Strecke und keiner Steigungen bis 30 KM durchhalten. Danach wurden die Zeiten etwas langsamer, aber im Vergleich zu letztem Jahr lief es deutlich besser. Die restlichen Km waren nicht mehr ganz so lustig, eisiger Wind von vorne, schwere Beine vom Zug Läufer 4:30 überholt, versuchte ich meine Letzen Reserven zu mobilisieren, schließlich wollte ich ja unter 4:30 ins Ziel kommen. Ich stoppte bei 4:29 ab bei 42.60 Km ab, Schnitt 6:19 .Offizielle Zeit auf der Urkunde 4:30:00. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und es war nicht mein letzter Marathon.

Und jetzt freue ich mich auf den „ Wings for Life World Run“ in Breda am 8. Mai

Gespannt ob der gemeldeten Wettereskapaden haben sich 3 Lustläufer an den Traditionslauf in Köln getraut. Es war bereits die 32. Auflage des beliebten Laufs rund durchs Severinsviertel, in der Südstadt Köln. Vor 4 Jahren durfte ich bereits 3 Lustläuferinnen, im Rahmen meines Laufseminars unter 1 Stunde führen. Erinnert Ihr Euch noch, Barbara Anne und Steffi? Bei leichtem Schneegestöber ging die Fahrt los, an Bord Sebastian, Monika und meine Wenigkeit. Je näher wir dem Start kamen, umso besser und wärmer wurde das Wetter. Ohne großen (Zeit) Druck wollten wir laufen mit insgesamt fast 1000 Startern auf der kurzweiligen 3,33KM Runde, durch das legendäre Severinstor, vorbei am Dauerlauf und Laufsport Bunert, Kollegen des Runner Shop´s . Zielsetzung Sebastian: mal Schauen was geht am Liebsten Bestzeit, Monika einfach mal ohne groß zu Denken um die 55 Minuten probieren, Ralf besser als Eschweiler (54:50) näher an den 5er Schnitt. Peng mit fast 20 Minuten Verspätung fiel der Startschuß, wir hatten uns vorher Glück gewünscht und jeder machte jetzt sein Ding. Bei mir lief´s komisch und ungewohnt unrund, Sebastian hatte in der letzten Runde mit Überrundeten zu kämpfen, nur Moni lief sehr konstant und konnte mir noch an einem Wendepunkt kurz vor dem Ziel zu winken und Liebschen rufen. Kurz zum Streckenverlauf, der 1KM läuft komplett die Severinstraße runter, dann biegt man links ab kurzes Stück über den Ring, entlang am Rheinufer vorbei an merkwürdigen Hochhäusern, mit Vorbauten die quasi in der Luft hängen, (Kranhäuser) Wendepunkt durch einen kleinen Park, Richtung Severinstor, Runde beendet. Mein Rennen kurz in Worte gefasst 2 zu schnelle Anfangskilometer 4:34/4:31 Notbremse 5:07, Tempo verschleppt 5:19, wieder Gas gegeben 4:44, fast abgekackt 5:23/5:22, nochmal alles versucht 4:50 danach 5:14 und 5:01 macht als Endergebnis 50:05, so ein SCH… da wären auch unter 50 drin gewesen, aber die Saison ist ja noch jung. Sebastian lief wie immer sehr solide eine 37:56 als 23.Gesamt/8. AK. und bestätigte seine 37er Bestzeit aus Eschweiler. Monika lief entspannt ganz knapp über 55 in 55:03 als 87.Gesamt/8. AK. und das bei fast 1000 Finishern, meine 55:05 machte Platz 260 Gesamt/ 53 AK. Nach kurzem Berichten wie es bei jedem gelaufen war, sind wir zu dem Schluß gekommen, das war doch gar nicht so schlecht, durchgefroren zum Auto und zufrieden nach Hause. Noch kurz hören was die anderen Lustläufer so gemacht haben, Mareike hat ihren Brander Triathlon zufrieden gefinisht (Kann Sie bestimmt besser selber nen Bericht schreiben) und Udo hat sensationell seinen Marathon in Düsseldorf gemeistert. Doch auch hier, Ehre wem Ehre gebührt, soll er selber berichten, Zeit verrate ich hier noch nicht.

Bis zum Dienstag Training, der Präsi

Wider Erwarten konnte ich am 20.03.16 meinen großen Traum realisieren, einmal am New York HM teilzunehmen und zu finishen. Meine Freude war grenzenlos ;-))))

Aufgrund meiner vorangegangenen Verletzung und den dadurch fehlenden Trainingsläufen, hatte ich nicht mehr damit gerechnet, dass es klappen könnte. Meine damals angestrebte Zeit (ca. 2:15 – 2:30 ) spielte schon lange keine Rolle mehr: Ich wollte wenigstens starten, so weit wie möglich laufen und so viele tolle Momente einfangen, wie es irgendwie nur ging.

Und es lief besser als gedacht.

Alles stimmte: die Laufstrecke, das Wetter (kalt, aber trocken), die Atmosphäre, die Leute, die Stadt – einfach alles.

Es war sooooooooo toll und hat mir riesigen Spaß gemacht ;-))))

Zuerst führte uns die Strecke ca. 10 km quer durch den Central Park (hier „jammerte“ eine Läuferin aus Berlin über die unerwarteten „Höhenmeter“, was mir als Aachenerin nur ein müdes Lächeln entlockte), dann ging es über die 7th Avenue südlich bis zum Times Square (hier war die Stimmung und das Anfeuern der Zuschauer einfach unbeschreiblich toll).

Vom Times Square aus führte uns die Strecke bis zum West Side Highway, der uns parallel zum Hudson River - mit Blick auf das neue One World Trade Center - bis zur Südspitze Manhattans führte. Die letzten Meter bis zur Wall Street, unserem Ziel, liefen dann fast von alleine. Nach 2:36 habe ich überglücklich die Ziellinie überquert.

New York ist einfach klasse.

 

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