In Vorbereitung auf den Halbmarathon in Köln am 13.10 sah der Trainingsplan für dieses Wochenende einen 10km-Testlauf in 54 Minuten vor. Da im Raum Aachen leider kein Lauf zu finden war, hatte ich für den Citylauf in Erftstadt gemeldet. Der Veranstalter warb mit offiziell vermessenen 2,5km-Runden die 4 mal absolviert werden sollten. Rundenlaufen ist ja nicht jedermanns Sache, aber da diese durch die abgesperrte Innenstadt und den nahen Stadtpark ging, waren sowohl Abwechslung gegeben als auch genügend Zuschauer, die an vielen Stellen der Strecke für Stimmung sorgten. Da der Lauf auch komplett flach ist sollte also auch eine gute Zeit möglich sein und ich selber hatte dann auch auf eine eigene Bestzeit (bisher 52:44) gehofft (auch wenn der Trainingsplan was anderes sagte).

Wettertechnisch war mit böigem Wind und Regen gutes Öcher Wetter vorhergesagt und wie sollte es anders sein: Kurz vor dem Start öffnete der Himmel seine Schleusen! Davon ließen sich die knapp 260 Starter (plus etwa 100 Staffelläufer) aber nicht beirren, denn schon gegen Ende der ersten Runde war der Schauer vorbei. Bei mir selber lief es sehr gut, auch wenn ich gefühlt zu schnell anging. Ab Runde 2 hatte ich mein Tempo gefunden und hatte auch diverse Läufer in Schlagdistanz bei denen ich mich "andocken" konnte. Dass es Bestzeit werden würde, war nach der dritten Runde klar, aber würde ich auch die 50 Minuten knacken können? Auf der Zielgeraden angekommen, sah ich die Uhr gerade auf die 50 umspringen, so dass ich bei 50:04 ins Ziel einlief. So knapp… hat wohl nicht sollen sein... aber ich hoffte noch auf die Nettozeit, denn meine Uhr sagte 49:57 und so war es dann auch, die offizielle Nettozeit stoppte bei 49:56,81!

In Summe kann ich den Lauf von der Orga und Stimmung nur empfehlen und man könnte nächstes Jahr mal mit einer größeren Gruppe dort aufschlagen, um auf der wirklich schnellen Strecke die eigenen Grenzen auszuloten!

 

Wir gratulieren Frank als 17. Lustläufer und deutlicher Verbesserung in der Bestenliste, die 50er Marke geknackt zu haben!!

LA GALOPADE - Ein lustiger Titel für einen Lauf, der jedes Jahr in Saint-Esprit (bedeutet: Heiliger Geist) stattfindet. Saint-Esprit ist eine kleine Stadt  ca. 60 km nördlich von Montreal in der Provinz Québec (amtliche Sprache ist Französisch) in Canada, mit fast 2000 Einwohnern.

Da wir in den 2,5 Wochen unseres Aufenthaltes in Kanada unsere Hochzeit, den runden Geburtstag meines Mannes Thomas, meinen Geburtstag (Schnapszahl) und meinen Namenstag feiern konnten ….. musste noch ein sportliches Event hinzu: ein Halbmarathon!

Trotz dieser Häufung von Ereignissen habe ich mich auf diesen Halbmarathon sehr gefreut. Wir haben in der 19 km entfernten kleinen Stadt namens l’Epiphanie (bedeutet „Dreikönigstag“) übernachtet bevor Thomas mich nach dem leckeren Frühstück in dem „chambre d’hôtes“ nach Saint-Esprit gefahren hat.

Dort erwartete uns eine super Atmosphäre. Aus den Lautsprechern tönte eine fröhliche Stimme in Französisch mit einem absolut herrlichen Akzent aus Quebec. Überall nette und fröhliche Leute. Eine schöne Dorfstimmung. Auch das Wetter hat mitgespielt. Am Anfang um 8:30 Uhr 17 Grad, später max. 24 Grad.

An der Kirche standen reihenweise die üblichen Dixi Klos. UND… parallel und passend zu den Dixi Klos  eine ganze Reihe Waschbecken mit Seife und Papiertücher. Ganz toll ! und….. Desinfektionsmittel für die Hände.

Um 8:30 Uhr ging es pünktlich los: knapp über 100 Läufer waren für den Halbmarathon am Start. Erst 1,1 km bei 2 Runden um den Kirchenplatz. Zweimal an Thomas vorbei, der mich anfeuerte. Dann ging es Richtung Natur über eine Landstraße,  2-mal hin und zurück, d.h.  4-mal auf derselben Strecke laufen. Aber es war nicht langweilig. Die Landschaft war schön. Außerdem sind bald andere Läufer auf meiner Strecke hinzugekommen, die später gestartet sind: 5 km und 10 km Läufer sowie 10 km Walker die durch die verschiedenen Farben der Startnummern zu unterscheiden waren.

Ich war fit, aber trotzdem war es für mich anstrengend da ich lange Läufe nicht genug trainiere. Ich freute mich, bei jeder Wasserversorgungsstelle ein paar Schritte zu gehen. Am Ende tat auch die Oberschenkelmuskulatur weh. Mein Ziel war, ungefähr die Zeiten meiner ersten 2 Halbmarathons zu erreichen und das habe ich mit 2:15 Stunden geschafft und eine sehr schöne Medaille erhalten.

Nach dem Lauf gab es leckeres Obst, eine Portion leckeren traditionellen Käse (spouik spouik) und eine kleine Packung Trinkschokolade. Auch habe ich mich vorort massieren lassen. Die Massage an den Beinen  war sehr intensiv und ich musste die Zähne zusammenbeißen da meine Muskeln immer empfindlicher wurden. Am nächsten Tag war der Muskelkater an den Oberschenkeln sehr stark.

Fazit: es war ein toller Lauf in einer Dorfatmosphäre in meiner Muttersprache auf einem entfernten Kontinent!

 

eigentlich erhält dieser Nachtrag alleine schon 2 wunderschöne News... unsere Hélène hat sowohl in Montreal geheiratet und einen tollen Halbmarathon in 2:15 Stunden absolviert. Wir gratulieren zu beidem recht herzlich Fau Maly

Gerhard absolvierte beim Monschau-Marathon seinen 1. Marathon und ist jetzt auch offiziell ein Lustlaufmarathoni.. herzlichen Glückwunsch... seine kurze Zusammenfassung:"

Hallo Vorstand, ich wollte mal wissen wie sich ein Marathon anfühlt. Also habe ich mich zum Monschauer Genussmarathon angemeldet. Ich hatte mir ohne große Vorbereitungen vorgenommen, im Ziel anzukommen. Angespannt und voll motiviert bin ich dann um 06:15 Uhr gestartet. Herrlich, der Lauf macht seinem Namen alle Ehre. Die steilen Bergauf Passagen bin ich gegangen. An einer Verpflegungsstelle – bei km 28? - habe ich Monika Deuster und Peter Borsdorff getroffen. Ungefähr bei km 32 haben sich meine Waden gemeldet und bei km 35 dicht gemacht. Dummerweise habe ich mich in auch noch Mützenich um 2 km und ein paar Höhenmeter verlaufen 😏🤔. Ich bin dann in so einer Art „nicht gejoggt“ und „nicht gegangen“ nach 05:27. 31 im Ziel angekommen. Eine Hammerstrecke – 767 HM. Der Schmerz vergeht und die Erinnerung bleibt. Ich bin mehr wie zufrieden. Gerhard 🙋"

Nebenbei machte er mit seinem Benefizlaufshirt schon Werbung für den 20. Benefizlauf in 2020

 

Was braucht man für eine gelungene Laufveranstaltung? Der Veranstalter verspricht: „Einmalige Landschaften, die historische Altstadt, malerische Bachtäler und die herzliche Unterstützung an der Strecke sind Garanten für ein unvergessliches Laufevent.“ Und genau das bekommt man auch für sein Geld. Ich bin inzwischen drei der vier Etappen gelaufen und fand alle landschaftlich schön. An der Strecke gibt es auch immer wieder Applaus, nette Menschen reichen einem Getränke, alles bestens. Auch alle, die an der Organisation beteiligt sind, sind total nett und hilfsbereit.

Was braucht man noch? Einige gute Organisation, und auch da gibt es bei diesem Event nichts zu meckern. Wir konnten morgens problemlos unsere Staffel anmelden, ich habe noch nie erlebt, dass ich fürs Damenklo quasi gar nicht anstehen muss, und auch unterwegs, an den Wechselpunkten, lief alles super. Top!

Weiterer, wichtiger Aspekt. Wetter. Ich bin bekennende Schönwetterläuferin, ich mag es sonnig, aber nicht so warm, eine leichte Brise ist auch immer willkommen. Check. Ich weiß nicht, wie die Veranstalter das machen, aber es hätte schöner nicht sein können.

Nette Gesellschaft ist auch wichtig. Cindy stellte ihr neues Auto als Transportmittel zur Verfügung und brachte uns (Nicole, Annette und mich) souverän von Punkt zu Punkt. Sie bezeichnet sich zwar selbst als Rallye-Fahrerin, aber das konnten wir nicht bestätigen. Nicole rannte als erste los, sodass wir in Widdau gar nicht mehr lange warten mussten. Annette hatte die zweite Etappe, mit den meisten Steigungen, und auch sie meisterte diese souverän. Ich hatte die dritte Etappe, die sehr entspannt losging (1,5 km bergab) und dann ein paar knackige Steigungen aufwies. Cindy schließlich brachte unsere Staffel ins Ziel, nach 4:20:31, als 5. Frauenstaffel und 47. Staffel insgesamt.

Nächstes Jahr laufe ich dann die 2. Etappe, dann bin ich den Monschau-Marathon einmal komplett gelaufen. Ich verneige mich in Ehrfurcht vor allen, die heute die ganze Strecke gelaufen sind, und noch mehr vor den Ultra-Läufern, die noch 14 km (mit reichlich Höhenmetern) draufgepackt haben. Respekt!