Gestern Abend, war ich pünktlich an unserem Sommertrainingsort, kein Lustläufer/in in Sicht, hatte ich mich etwa vertan?? Nee ist doch Donnerstag und Wintertraining beginnt erst im Oktober, ab Hangeweiher… da biegt zum Glück der Priese um die Ecke. Er reibt sich auch verwundert die Augen dass wir nur zu zweit sind. Das BESTE draus machen und unserem Wald einen würdigen Saisonabschluß schenken. Wir beschließen diese spezielle Runde etwas zu erweitern und starten bewußt mal in die andere Richtung. Es geht über die Straße ins kleine Wäldchen, Richtung Friedhof, runter an der anderen Seite, hinein in den Eselsweg, entspanntes BERGAB zum Anfang. Den Eselsweg laufen wir nicht ganz bis zum Ende, nur durch die Senke und direkt links ab, Richtung Forsthaus Schöntal. Wußtet Ihr eigentlich, dass das letzte Stück Eselsweg, mit seinen tollen Wiesen rechts und links verkauft werden soll und jede Menge Häuser gebaut werden sollen… dann kann man den tollen Weg nicht mehr bis zum Ende laufen. Egal, vorbei gings am Forsthaus Schöntal, unserem ehemaligen Vereinslokal, schade drum…. über den Kornelimünsterweg hinüber und rechts ab Richtung Waldfriedhof. Hinter dem Waldfriedhof geht’s direkt links ab , auf den kleinen weichen Trampelpfad, Wohltat für die Füße. Durchs das schöne gleichmäßige Tempo, 6er Schnitt, kommen wir ins Quatschen und der Lauf ist schön und kurzweilig. Wir erzählen uns über alte Laufanekdoten, unsere ersten Wettkämpfe, Erlebnisse, knapp verpasste Zeitziele und natürlich Bestzeiten. Normalerweise hat das zur Folge, dass ich schneller werde, aber nichts … das Tempo bleibt gleich und das ist auch gut so. Es geht über die Monschauer Straße, direkt vorbei am Bismarckturm (schönes Ausflugsziel für Wanderer), rechts hinein ins kleine Wäldchen… wir laufen einen Bogen und kommen wieder am Waldstadion aus. Wir lassen es links liegen und laufen den kleinen Pfad dran vorbei… links abbiegen den wunderschönen Stausee linker Hand. Es beginnt zu dämmern und wir sind fast ganz allein mit Wald und See, einfach toll. Wir laufen weiter den Berg leicht hoch und biegen wieder links ab auf den Pferdeweg. Der ist aber gar kein richtiger mehr, alles aufgefüllt mit festem Sand, hmh, muss man nicht verstehen. Oben angekommen muss ich doch mal durchschnaufen und obwohl es mir schwer fällt beschließe ich Thomas noch ein Stück auf dem Nachhauseweg zu begleiten. An der Pferdeampel geht’s wieder über die Monschauer auf den normalerweise letzten Kilometer Richtung Parkplatz und Ziel… nichts da!!! Wir laufen runter bis zur Wegekreuzung und biegen links ab Richtung Brückchenweg, wir bemerken dass unser normalerweise Laufanfangsstück, andersrum doch deutlich bergan geht, oder sind es meine müden Beinchen?? (GRINS)… aber immer noch 6er Schnitt. So das letzte gemeinsame Teilstück, rechts hoch die Winterlaufstrecke verkehrt rum zur Lintertstraße. Zum Glück hat Thomas seine Stirnlampe mit, die Sicht bzw. Helligkeit wird langsam kritisch, gut dass wir ab nächste Woche den Standort wechseln!! Mit uns alleine und ohne Gespräch ist es merkwürdig still, doch dann Pferdegalopp, wir werden freundlich und zügig von einer Reiterin überholt. Doch sie hat nicht damit gerechnet, das wir ausdauernd sind, noch vor Ende des stetig steigenden Weg überholen wir Sie wieder. Oben angekommen, will ich mich verabschieden, doch diesmal begleitet mich Thomas, links runter zum Parkplatz noch ein Stück… wir laufen oben entlang der Straße aufgrund der Dunkelheit. Kurzes Abklatschen, Thomas biegt ab und ich bin alleine, mann war das ein schöner Lauf, so schade dass wir nur zu zweit waren. Thomas schafft an diesem Abend mal eben so einen Halben, inklusive hinlaufen, Training und nach Hause. Ich bin stolz mal wieder gleichmäßig über 10 zu kommen, immer noch 6er Schnitt, wenn das letzte Stück knapp en Kilometer ist werden es 11KM und das brauche ich für den anstehenden ATG-Herbstlauf. Also links ab und nur noch bergab rollen lassen… leider hab ich nicht dran gedacht dass das letzte Stück doch sehr schmalist und es durch den mittlerweile dusteren Wald geht. Blos nicht mehr vertreten, aber auch nicht mehr langsamer werden, Ziffern und Zahlen auf meiner Uhr erkenne ich eh schon nicht mehr… So da steht mein Bulli… Ziel erreicht… die Uhr bleibt bei 10,96KM und Endzeit 1:05:44 stehn.. naja nicht ganz 11Km aber 6er Schnitt. Ich bin nur noch ganz allein auf dem Parkplatz, in Ruhe ziehe ich mir trockene Sachen an und genieße die Stille des Waldes, bye bye bis nächstes Jahr!!!

Warum schreibt der Präsi, jetzt schon nen Trainingsbericht werdet Ihr Euch fragen… ganz einfach um eure Lust auf unser gemeinsames Training wieder zu wecken…. Und darauf hinzuweisen dass ab Dienstag dem 02.10.18, der Trainingstreffpunkt wieder am Hangeweiher ist!!

"Ich würde gerne mal bei einem Cross-Trail mitmachen, ohne befestigte Wege und mit viel Wald und schöner Strecke. In der Nähe von Maastricht soll es da einen ganz guten geben. Läuft du mit?" Zunächst erntete Stefan einen sparsamen Blick von mir. Meine bisherigen Übungs-Trails waren eher bescheiden verlaufen und ich somit wenig interessiert, zumal der brüllende Grizzly auf dem Flyer ein ungutes Gefühl in mir erzeugte. Aber man kann ja mal gucken...
Einige Youtube-Videos später war ich überzeugt. Oder zumindest überredet. Und so fand ich mich am Morgen des 16. September (einem Sonntag) bei schönstem Sonnenschein an der Startlinie des Sint Pietersbear Trails wieder - um wenig später mit einem vergnügten Pulk von Läufern an selbiger vorbeigeführt zu werden. Wir staksten zwischen den Ausläufern eines gigantischen Kalksteinmassivs immer weiter in die Tiefe. Auf meinen fragenden Blick kam nur ein Lächeln und die Antwort "Ja ja, wir starten in der Grube". Nun gut, öfter mal was Neues. Und schon fiel der Startschuss. 

Zunächst fing alles ganz harmlos an. Beeindruckende Kulisse, ein wenig Kiesschlamm und gut gelaunte Läufer soweit das Auge reicht, darüber blauer Himmel und begeisterte Zuschauer. Schnell wurde es dann matschiger und nach einigen hundert Metern saß bereits der erste Läufer - linksseitig barfuß - auf dem Boden und versuchte verzweifelt seinen Schuh zu befreien, den der Schlamm gnadenlos verschlungen hatte.
Kurz später verließen wir die Grube, es ging vorbei an einem idyllischen kleinen See, wo einige Angler uns zujubelten, und dann ab in den Wald. Ich dachte noch "ist ja echt schön hier, aber das mit dem Grizzly ist wohl doch nicht so ganz ernst gemeint" - da ging es erst richtig los. Zunächst noch über breite Schotterwege schlängelte sich der Weg im Zickzack den Berg hinauf und wurde dabei langsam aber sicher immer steiler. Verlässlich wie immer harrten die Fotografen lächelnd der Läufer, die da schwitzend, keuchend und mit hochrotem Kopf die ersten Meter hinter sich gebracht hatten, um die Freuden des sonntäglichen Frühsports bildlich festzuhalten.

Einige von uns beschlossen schon jetzt, ihre Kraft zu sparen und zu gehen. Ich dachte zu dem Zeitpunkt noch "Ich werde heute bis zum Ende laufen, es sind ja schließlich nur 10 km." Weit gefehlt. Denn nach einer kurzen Erholung auf einer lichten Anhöhe mit wunderschönem Blick über Pferdekoppeln, die Maas und einige hübsch anmutende Dörfchen wurde der Weg immer hügeliger. Teilweise ging es an kurzen Passagen so steil bergab, dass man aufpassen musste, nicht vornüber den Hang hinab zu stürzen. Der Weg wurde immer schmaler, links von uns dichtes Gestrüpp, das uns ins Gesicht peitschte und an unseren Shirts und Hosen zog, rechts ein wenig einladender Abgrund. Über Stock und Stein kämpften wir uns immer weiter und plötzlich fanden wir uns an einem ersten Steilhang wieder, den es zu überwinden galt. Der Weg führte gefühlt senkrecht nach oben und wir machten uns an den Anstieg, erst gehend, dann auf allen Vieren. Stück für Stück zogen wir uns an Wurzeln, kleinen Bäumen und Felsvorsprüngen weiter nach oben, überall bröckelten Erde und Geröll unter den Schuhen und manch eine helfende Hand war am Ende nötig um den Berg zu erklimmen. Einen von vielen wohl gemerkt. Das Ganze wurde feierlich begleitet vom Zwitschern diverser Vögel über unseren Köpfen und die Sonne feuerte uns mit allem, was sie hatte an und bescherte uns stetig steigende Temperaturen.

Am zweiten Berg angekommen zeigte er sich dann endlich - der Grizzly. Mitten im Aufstieg schlug er unvermittelt und erbarmungslos seine Zähne und Klauen in unsere Waden und dachte gar nicht daran, uns entkommen zu lassen. Doch wir stellten uns dem Schmerz und kämpften uns weiter bergauf, bis wir am Ende mit vereinten Kräften den Berg bezwungen hatten.

Die letzten 1,5 Kilometer führten uns in sanften Windungen bergab, der Weg wurde wieder breiter und lichter und wir ließen den Wald - und den Bären - hinter uns. Kurz später erreichten wir unter tobendem Applaus das Ziel. Dort erwartete uns ein üppiges Buffet mit allem, was das Herz begehrt - Orangen, Bananen, Honigkuchen, Nüsse, Schokolade... Getränke konnte man sich in zuvor käuflich erworbene Faltbecher oder eigene Trinkflaschen abfüllen - ganz im Sinne des Umweltschutzes und aus meiner Sicht eine gute Idee.

Nach einer kleinen Stärkung erwartete ich noch Stefan im Ziel, der sich direkt den 18 km gestellt hatte und ebenfalls erschöpft aber sehr begeistert den Lauf beendete. Im Vorbeigehen kaufte ich mir noch ein Grizzly-T-Shirt als Andenken an meinen ersten Trail, dann traten wir die Heimreise an.

Unser Resümee: ein heftiger, abwechslungsreicher und extrem cooler Trail mit schöner Landschaft und gutem Publikum - gerne wieder und vielleicht auch für mich beim nächsten Mal auf 18 Kilometern :-)

... unter diesem Synonym läuft Sebastian unser Running Hero und hat schon viele Follower bei Facebook... hier sein Bericht von den 10KM in Gladbach!

Hallo Freunde des Laufsport 😁,heute bin ich in Mönchengladbach ein 10 km gelaufen. Wie geplant bin ich die Strecke in 36:38 min gelaufen ..mit diesen Motto mit Geduld zum Ziel zum Frankfurt Marathon ...Vielen Dank an mein Schatz fürs Mitkommen und dem Team vom Runner Shop, die am Sonntag verkaufsoffen hatten und mir den Rücken freihielten.

Am 23.06. fand der bereits 16. Remmers-Hasetal-Marathon in und um Löningen statt. Die Veranstaltung ist zwar im Vergleich zu den bekannten Läufen mit diesjährig 2.973 Teilnehmern (5km, 10km, Halbmarathon und Marathon) sehr klein, jedoch tut dies der Veranstaltung und vor allem der Stimmung keinen Abbruch. Mit wenig Marathon-Erfahrung war für mich als gebürtige Löningerin ganz klar, dass ich nach einigen Halbmarathonen nun den Marathon in Löningen bestreiten möchte. Die Laufstrecke ist absolut flach (Niedersachsen halt ;)) und führt zu kleinen Teilen durch die Löninger Innenstadt, zum Großteil aber durch die schöne Landschaft des Hasetals mit Wald- und Geestflächen. Für die Marathonstrecke wird zweimal der Rundkurs des Halbmarathons absolviert.

Die Halb- und Marathonläufer starten zeitgleich um 17 Uhr, sodass theoretisch eine Anfahrt am Lauftag möglich ist. Die Anreise am Vortag bedeutete für mich aber ausschlafen und gemütlich in den Tag starten. Soweit so gut, irgendwann geht die Vorfreude in Aufregung über und man tut gut daran, den Start aufzusuchen. Ab ca. 13 Uhr beginnen schon die 5 km und 10 km Läufe, sodass man sich am Start gut einstimmen kann. Um 17 Uhr fiel dann endlich auch der Startschuss für mich. Da ich zwei Runden vor mir hatte konnte ich die erste relativ entspannt angehen und den Rundkurs (gefühlt zum ersten Mal) richtig genießen. Die Stimmung am Rand ist immer sehr gut, mit vielen Verpflegungsständen und Musikgruppen. Aber auch unter den Läufern war die Stimmung super was zu dem ein oder anderen Pläuschchen führte. Nachdem ich die erste Runde sehr gut überstanden hatte, ging ich frohen Mutes in die zweite. Das Läuferfeld verkleinerte sich in der zweiten Runde drastisch, die Zuschauer und Helfer am Rand haben aber weiterhin für gute Stimmung gesorgt. Da ich ab Kilometer 25/30 mehr im Tunnel lief, als dass ich mein Umfeld noch wahrgenommen habe, war es für mich nicht schlimm die Runde zweifach zu laufen. Passend zu den letzten Kilometern kam dann auch der berühmte Hammer, sodass die letzten Kilometer sehr schwer waren. Dazu kam noch ein starker Wind, der die Situation zusätzlich erschwert hat. Nichtsdestotrotz konnte ich meine erhoffte Zielzeit von 3:30 h um ein paar Sekunden unterbieten und war gegen 20:30 Uhr überglücklich das Ziel erreicht zu haben. Der Zieleinlauf erfolgt traditionell auf dem Löninger Marktplatz, wo bei Live-Musik und bester Stimmung die Einlaufenden gefeiert werden. Nach einer kurzen Regeneration ist der Weg zum Marktplatz daher auch ein Muss, um mitzufeiern. Ich persönlich konnte mich über den 4. Platz in der Gesamtwertung der Frauen freuen und bin höchstmotiviert für den Remmers-Hasetal-Marathon im nächsten Jahr!