Maas-Marathon laufen oder Muttertag feiern?
Die Entscheidung viel eindeutig zugunsten des Maas-Marathons aus,nachdem Udo und ich seit Januar unsere langen Läufe immer weiter ausgedehnt haben und wir uns gut vorbereitet fühlten.Die Vennbahntrasse haben wir so schon bis hinter Büttgenbach erobert.
Nach einem Telefonat am Samstag stellte sich heraus,dass wir beide nicht ganz gesund waren.Udo meinte,er wolle auf jeden Fall laufen und nachdem ich ihm erklärt habe,dass das keine kluge Entscheidung ist,habe ich dann für mich selber ganz unklug beschlossen, mitzufahren. Sonntag um 6:45 Uhr brachen wir Richtung Vise auf und erst mal waren alle Beschwerden vergessen.
Am Start stellten wir uns ganz optimistisch hinter den 4:15 er Pacemaker.Nach dem Startschuss lief es für mich die ersten 16km gut und ich fühlte mich fit.Mit Udo gingen ein bisschen die Pferde durch,er lief dem Pacemaker erst mal davon.Oh,oh,dachte ich mir,ob das wohl gut geht.
Bei mir kam nach km 16 leider schon der Hammermann und das war mindestens 20 km zu früh! Ich hatte aber meinem Mann schon angedroht,dass ich eventuell abbrechen werde,wenn ich mich nicht gut fühle und er mich abholen soll.Ich habe mich dann von km zu km gequält und auch bei Udo ließ der Elan sehr nach.Ein Stück liefen wir zusammen,dann lief ich mal vor,dachte aber die ganze Zeit dran,aufzugeben.So habe ich mich dann bis km 34 vorgearbeitet und dann bekam ich Krämpfe in beiden Beinen und konnte mich nicht von der Stelle bewegen.Als Udo aufschloss,wollte er mir einen Streckenposten schicken,aber ich habe ihn dann weitergeschickt und konnte irgendwann langsam weitergehen.Bei km 35 hatte ich eigentlich endgültig die Nase voll und rief meinen Mann an.Ich wollte abgeholt werden,aber ich hörte meine Stimme sagen,dass ich wohl noch eine gute Stunde unterwegs sein würde,da ich nur noch gehen könnte.Außerdem könnte mich ja der Besenwagen mitnehmen.So habe ich mich dann auf den Weg gemacht und es ging immer besser und ich konnte auch wieder laufen.Mein innerer Schweinehund hat mir die ganze Zeit im Nacken gesessen,aber bei km 39 habe ich ihn im Graben liegen gelassen und ihm gesagt,er brauche es gar nicht erst zu versuchen,aufzustehen,ich würde auf jeden Fall ins Ziel laufen.
Das habe ich dann auch geschafft und Udo ist schon eine Weile vor mir angekommen. Und deshalb herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten Marathon,Udo,darauf kannst du stolz sein.
Ich bin auch stolz darauf,durchgehalten zu haben,werde aber nie mehr krank starten. Ach ja,unsere Zeiten,aber was sagen schon Zeiten aus: Udo 4:42:44, Doris 4:48:04
Zum Durchhalten beigetragen haben die vielen aufmunternden Worte am Wegesrand ( ich glaube,da gab es auch einen Frauenbonus;-) ),eine Gruppe Fahrradfahrer,die alle paar Km lautstark und namentlich angefeuert hat und natürlich die bekannten Lustlauf-Gesichter kurz vor dem Ziel.Den Halbmarathon-Läufern gratuliere ich auch ganz herzlich für ihre tolle Leistung und danke euch,dass ihr nach der Anstrengung noch so lange auf uns gewartet habt:-)

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