LA GALOPADE - Ein lustiger Titel für einen Lauf, der jedes Jahr in Saint-Esprit (bedeutet: Heiliger Geist) stattfindet. Saint-Esprit ist eine kleine Stadt  ca. 60 km nördlich von Montreal in der Provinz Québec (amtliche Sprache ist Französisch) in Canada, mit fast 2000 Einwohnern.

Da wir in den 2,5 Wochen unseres Aufenthaltes in Kanada unsere Hochzeit, den runden Geburtstag meines Mannes Thomas, meinen Geburtstag (Schnapszahl) und meinen Namenstag feiern konnten ….. musste noch ein sportliches Event hinzu: ein Halbmarathon!

Trotz dieser Häufung von Ereignissen habe ich mich auf diesen Halbmarathon sehr gefreut. Wir haben in der 19 km entfernten kleinen Stadt namens l’Epiphanie (bedeutet „Dreikönigstag“) übernachtet bevor Thomas mich nach dem leckeren Frühstück in dem „chambre d’hôtes“ nach Saint-Esprit gefahren hat.

Dort erwartete uns eine super Atmosphäre. Aus den Lautsprechern tönte eine fröhliche Stimme in Französisch mit einem absolut herrlichen Akzent aus Quebec. Überall nette und fröhliche Leute. Eine schöne Dorfstimmung. Auch das Wetter hat mitgespielt. Am Anfang um 8:30 Uhr 17 Grad, später max. 24 Grad.

An der Kirche standen reihenweise die üblichen Dixi Klos. UND… parallel und passend zu den Dixi Klos  eine ganze Reihe Waschbecken mit Seife und Papiertücher. Ganz toll ! und….. Desinfektionsmittel für die Hände.

Um 8:30 Uhr ging es pünktlich los: knapp über 100 Läufer waren für den Halbmarathon am Start. Erst 1,1 km bei 2 Runden um den Kirchenplatz. Zweimal an Thomas vorbei, der mich anfeuerte. Dann ging es Richtung Natur über eine Landstraße,  2-mal hin und zurück, d.h.  4-mal auf derselben Strecke laufen. Aber es war nicht langweilig. Die Landschaft war schön. Außerdem sind bald andere Läufer auf meiner Strecke hinzugekommen, die später gestartet sind: 5 km und 10 km Läufer sowie 10 km Walker die durch die verschiedenen Farben der Startnummern zu unterscheiden waren.

Ich war fit, aber trotzdem war es für mich anstrengend da ich lange Läufe nicht genug trainiere. Ich freute mich, bei jeder Wasserversorgungsstelle ein paar Schritte zu gehen. Am Ende tat auch die Oberschenkelmuskulatur weh. Mein Ziel war, ungefähr die Zeiten meiner ersten 2 Halbmarathons zu erreichen und das habe ich mit 2:15 Stunden geschafft und eine sehr schöne Medaille erhalten.

Nach dem Lauf gab es leckeres Obst, eine Portion leckeren traditionellen Käse (spouik spouik) und eine kleine Packung Trinkschokolade. Auch habe ich mich vorort massieren lassen. Die Massage an den Beinen  war sehr intensiv und ich musste die Zähne zusammenbeißen da meine Muskeln immer empfindlicher wurden. Am nächsten Tag war der Muskelkater an den Oberschenkeln sehr stark.

Fazit: es war ein toller Lauf in einer Dorfatmosphäre in meiner Muttersprache auf einem entfernten Kontinent!

 

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